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Auf dem Bild zu sehen (v. l.): Manuel Menge, Marzena Nehlich, Claudia Fröhlich und Nils Wollenhaupt

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Jahresabschluss 2025

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse des Geschäftsjahres vor. Der vollständige Jahresabschluss inklusive Lagebericht wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Balkendiagramm zur Bilanzsumme in Millionen Euro. Links: Vergleich ohne Fusion. Im Jahr 2024 beträgt die Bilanzsumme 11.631,6 Mio. Euro, im Jahr 2025 steigt sie auf 14.192,9 Mio. Euro, ein Plus von 22,0 %. Rechts: Vergleich inklusive Fusionspartner. 2024: 15.491,1 Mio. Euro. 2025: 14.192,9 Mio. Euro, ein Minus von 8,4 %.

Bilanzentwicklung

Deutschlands Wirtschaft blieb im vergangenen Jahr erneut unter den Möglichkeiten. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach zwei Jahren Negativwachstum zwar wieder, allerdings nur minimal um 0,2 Prozent.

Die Herausforderungen, mit denen die deutsche Wirtschaft umgehen muss, sind vielfältig. Deutschland ist als exportorientierte Volkswirtschaft besonders von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Schwäche der vergangenen Jahre betroffen. Hohe globale Unsicherheiten – etwa durch die unberechenbare US-Handelspolitik – sowie anhaltende inländische Strukturprobleme wie Bürokratie und der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit belasteten die Konjunktur.

In dieser stagnierenden Wirtschaftsumgebung hat sich die Volksbank Mittelhessen erneut positiv entwickelt. Sie bleibt vor diesem Hintergrund ein sehr wichtiger, verlässlicher und stabiler Anker für die Unternehmen in der Region.

Die Volksbank Mittelhessen gehört weiterhin zu den größten Volksbanken Deutschlands. Die dafür ausschlaggebende Bilanzsumme hat sich im Jahr 2025 durch insgesamt vier Fusionen deutlich erhöht. Sie stieg von gut 11,6 Mrd. Euro auf rund 14,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zu den kumulierten Abschlüssen der einzelnen Fusionsbanken aus dem Jahr 2024 ergibt sich hingegen ein Rückgang von etwa 1,3 Mrd. Euro.

Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten. Des Weiteren erfolgt ein Rückgang der Forderungen an Kunden durch Sanierungsmaßnahmen beim Fusionspartner Raiffeisenbank im Hochtaunus eG im Rahmen der Verträge mit der BAG Hamm.

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse des Geschäftsjahres vor. Der vollständige Jahresabschluss inklusive des Lageberichts wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Kundenkredite

Die Kundenforderungen sanken im Vergleich zu den summierten Werten der Fusionsbanken aus 2024 um 490 Mio. Euro oder 5,1 Prozent auf 9,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,7 Mrd. Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Sanierungsmaßnahmen in Bezug auf das von der Raiffeisenbank im Hochtaunus mit Leistungsstörungen übernommene Kreditportfolio. Dieser Rückgang konnte zum Teil durch neue Kreditvergaben der Volksbank Mittelhessen kompensiert werden. Im Vergleich zur Vorjahresbilanz der Volksbank Mittelhessen steht ein Zuwachs bei den Kundenforderungen von 1,5 Mrd. Euro zu Buche.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit internetbasierten Kreditvermittlungsplattformen wurde auch im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt.

In der Bankbilanz nicht enthalten sind zum Stichtag Kunden-Darlehen in Höhe von 762 Mio. Euro, die an die Verbundpartner vermittelt wurden.

Der Anteil der gewerblichen Kunden ist mit 65,7 Prozent weiterhin prägend.

Kundeneinlagen

Die gesamten bilanziellen Kundeneinlagen – Spareinlagen, andere Einlagen, verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten – haben sich um knapp 1,1 Mrd. Euro (-8,4 Prozent) auf 11,9 Mrd. Euro verringert. Diese Reduktion ist fast ausschließlich durch das Fusionsinstitut Raiffeisenbank im Hochtaunus eG getrieben. Im Fusionsprozess hat die Volksbank hier zudem bewusst auf Geschäfte verzichtet, die nicht ins Portfolio passen. Die Volksbank Mittelhessen steht in erster Linie für Geschäfte in der Region und solche, die auch der genossenschaftlichen DNA entsprechen.

Neben den oben genannten Einlagen unterhalten die Kunden in Wertpapierdepots und in Form von Direktanlagen bei den Verbundpartnern (Fonds, Lebensversicherungen und Bausparguthaben) ein bilanziell nicht berücksichtigtes Vermögen von knapp 6,1 Mrd. Euro. Dies ist eine Steigerung um 252 Mio. Euro, die auch der Kursentwicklung an den Wertpapiermärkten geschuldet war.

2024 2024 2025
Volksbank Mittelhessen (VBMH) VBMH inkl. Fusionspartner VBMH nach Fusion
Spareinlagen 689,4 Mio. EUR 850,7 Mio. EUR 780,5 Mio. EUR
Andere Einlagen 9.203,3 Mio. EUR 12.035,7 Mio. EUR 11.025,4 Mio. EUR
Verbriefte Verbindlichkeiten 5,8 Mio. EUR 5,8 Mio. EUR 0 Mio. EUR
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 Mio. EUR 64,0 Mio. EUR 65,1 Mio. EUR
Spareinlagen
2024 – Volksbank Mittelhessen (VBMH)
689,4 Mio. EUR
2024 – VBMH inkl. Fusionspartner
850,7 Mio. EUR
2025 – VBMH nach Fusion
780,5 Mio. EUR
Andere Einlagen
2024 – Volksbank Mittelhessen
9.203,3 Mio. EUR
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
12.035,7 Mio. EUR
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
11.025,4 Mio. EUR
Verbriefte Verbindlichkeiten
2024 – Volksbank Mittelhessen
5,8 Mio. EUR
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
5,8 Mio. EUR
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
0 Mio. EUR
Nachrangige Verbindlichkeiten
2024 – Volksbank Mittelhessen
0 Mio. EUR
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
64,0 Mio. EUR
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
65,1 Mio. EUR

Eigenkapital

Die Volksbank Mittelhessen ist eine durchweg solide finanzierte Bank.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Entwicklung des Eigenkapitals vor allem durch das Abschmelzen der Geschäftsguthaben der fusionierten Raiffeisenbank im Hochtaunus eG geprägt, die einen höheren Betrag an Geschäftsguthaben zugelassen hatte als die Volksbank Mittelhessen.

Die Begrenzung der Geschäftsanteile auf maximal 100 Stück bei der Volksbank Mittelhessen galt auch bei der Ermittlung des Umtauschverhältnisses im Rahmen der Fusionen im Jahr 2025. Die den Höchstbetrag übersteigenden Geschäftsguthaben werden an das betreffende Neumitglied zurückgezahlt. Daraus ergibt sich im Wesentlichen ein Nettorückgang der Geschäftsguthaben um rund 156 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Durch die Zuführung zu den Rücklagen von rund 14,7 Mio. Euro und die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von rund 26,9 Mio. EUR konnte der Rückgang beim Eigenkapital insgesamt abgemildert werden. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der gestiegenen Bilanzsumme liegt mit 10,6 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 10,4 Prozent.

Dies führt zu einer Kernkapitalquote von 14,5 Prozent (Vorjahr 14,9 Prozent). Damit ist die Volksbank Mittelhessen Kundeneinlagen auch hinsichtlich künftig geltender, strengerer Kapitalquoten gut aufgestellt.

2024 2024 2025
Volksbank Mittelhessen (VBMH) VBMH inkl. Fusionspartner VBMH nach Fusion
Eigenkapital 1.145,8 TEUR 1.605,0 TEUR 1.502,2 TEUR
Eigenmittel 1.118,4 TEUR 1.551,3 TEUR 1.479,6 TEUR
Harte Kernkapitalquote 16,1 % 14,9 % 14,5 %
Kernkapitalquote 16,1 % 14,9 % 14,5 %
Gesamtkapitalquote 17,0 % 16,2 % 15,8 %
Eigenkapital
2024 – Volksbank Mittelhessen (VBMH)
1.145,8 TEUR
2024 – VBMH inkl. Fusionspartner
1.605,0 TEUR
2025 – VBMH nach Fusion
1.502,2 TEUR
Eigenmittel
2024 – Volksbank Mittelhessen
1.118,4 TEUR
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
1.551,3 TEUR
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
1.479,6 TEUR
Harte Kernkapitalquote
2024 – Volksbank Mittelhessen
16,1 %
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
14,9 %
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
14,5 %
Kernkapitalquote
2024 – Volksbank Mittelhessen
16,1 %
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
14,9 %
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
14,5 %
Gesamtkapitalquote
2024 – Volksbank Mittelhessen
17,0 %
2024 – Volksbank Mittelhessen inkl. Fusionspartner
16,2 %
2025 – Volksbank Mittelhessen gesamt
15,8 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital)

Ertragslage

Die wichtigsten Ertragsquellen der Bank blieben im vergangenen Jahr stabil.

Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zum konsolidierten Wert aller Fusionsbanken um knapp 6 Prozent auf 272,2 Mio. Euro. Die Volksbank Mittelhessen allein hatte 2024 einen Zinsüberschuss von 201,3 Mio. Euro ausgewiesen. Die Zinserträge aus dem bilanziellen Geschäft (Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie festverzinsliche Wertpapiere) gingen um 66,7 Mio. Euro auf 326,4 Mio. Euro zurück, wobei die zugrundeliegenden Bestände sich um 8,6 Prozent oder 1,1 Mrd. Euro verringerten. Die Erträge aus Swap Geschäften gingen gegenüber dem Vorjahr um 31,1 Mio. EUR auf 43,4 Mio. EUR zurück. Die laufenden Erträge aus Investmentanteilen, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen verringerten sich um 3,4 Mio. Euro auf 45,6 Mio. Euro, insbesondere durch geringere Ausschüttungen aus bankeigenen Spezialfonds.

Der Ergebnisbeitrag aus Provisionen hat sich um 3,8 Mio. Euro oder 4,8 Prozent auf 82,9 Mio. Euro verbessert. Gestiegene Provisionserträge aus Wertpapierdienstleistungen und dem Depotgeschäft (+7,0 Mio. Euro) sowie konstanten Erträgen aus dem Zahlungsverkehr standen dabei rückläufige Vermittlungsprovisionen (-3,1 Mio. Euro) gegenüber. Die Provisionsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich aufgrund der Fusion mit dem VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG strukturell verändert. Mit dem Geschäftsbereich Regionale Leistungen und Investitionen ergibt sich ein erhöhtes Sachanlagevermögen, aber auch erhöhte Miet- und Pachterträge aus den Immobilien des ehemaligen VR-Bankverein. Korrespondierend dazu erhöhen sich auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für die Bewirtschaftung der Mietobjekte.

Des Weiteren erfolgte im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen die Erfassung des vertraglich geregelten Zuschusses zum Ausgleich für Restrukturierungsaufwendungen im Kontext der Fusion mit der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG.

Bei den Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen ist ein Anstieg um 30,2 Mio. Euro auf 229,0 Mio. Euro zu verzeichnen. Dies resultiert zu einem Teil aus einem höheren Personalaufwand von 117 Mio. Euro (+12,3 Mio. Euro). Zum anderen liegen die anderen Verwaltungsaufwendungen (93,4 Mio. Euro) um 11,5 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Dabei schlagen in diesem Geschäftsjahr auch Kosten für die Fusionen zu Buche – bei Prüfungs- und Beratungsaufwendungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro, bei Aufwendungen für die Datenverarbeitung in Höhe von 2,3 Mio. Euro. Entlastend wirkten sich geringere Beiträge für Verbände und die Sicherungseinrichtung aus (-2,2 Mio. Euro).

Die Cost-Income-Ratio (CIR) als Kennzahl für die Effektivität des Geschäfts stieg von 50,6 Prozent auf 56,5 Prozent im Jahr 2025 an. Rechnerisch war für die Bank somit ein Aufwand von 56,5 Cent nötig, um einen Euro zu erwirtschaften. Dies ist auch vor dem Hintergrund der Integration von vier Banken ein guter Wert.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 176,4 Mio. Euro spürbar unter dem Vorjahreswert (-17,4 Mio. Euro).

Das gesamte Bewertungsergebnis lag bei -64,5 Mio. Euro gegenüber -73,9 Mio. Euro im Vorjahr. Das Bewertungsergebnis aus dem Kundengeschäft belastete dabei mit -59,0 Mio. Euro geringer als im Vorjahr (-69,4 Mio. Euro konsolidiert). Das Bewertungsergebnis aus den Eigenanlagen und Beteiligungen lag bei -5,5 Mio. Euro (Vorjahr konsolidiert -4,5 Mio. Euro / nur Volksbank Mittelhessen +1,1 Mio. Euro).

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag mit 111,9 Mio. Euro um 8,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres (nur Volksbank Mittelhessen: 103,1 Mio. Euro). Es liegt damit immer noch auf einem zufriedenstellenden Niveau.

Aus dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 26,9 Mio. Euro sowie den offenen Ergebnisrücklagen insgesamt 14,7 Mio. Euro zugeführt. Beide Positionen werden bei der Berechnung der Eigenmittel nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Vertreterversammlung als Kernkapital berücksichtigt.

Den Jahresabschluss 2025 haben wir verkürzt dargestellt. Der vollständige, in der gesetzlich vorgeschriebenen Form aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2025 und der Lagebericht liegen gemäß § 42 Abs. 3 unserer Satzung zur Einsichtnahme unserer Mitglieder und Kunden in unseren Geschäftsräumen aus. Der Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 wurden vom Genoverband e.V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Einen Hinweis gemäß § 322 Abs. 3 Satz 2 HGB enthält der Bestätigungsvermerk nicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht und die Veröffentlichung mit den entsprechenden Unterlagen wird beim Genossenschaftsregister eingereicht.